So wird der durchschnittliche Einstandskurs berechnet
Er ist der nach Stückzahl gewichtete Durchschnitt der Kaufkurse: die Gesamtkosten (Stückzahl mal Kurs jedes Kaufs plus Gebühren) geteilt durch die gesamte Stückzahl.
- Einstandskurs = (q₁ × p₁ + q₂ × p₂ + … + Gebühren) ÷ (q₁ + q₂ + …)
- Teilverkäufe ändern den durchschnittlichen Einstandskurs der verbleibenden Aktien nicht
Beispiel
Sie kaufen 10 Aktien zu 50 € und dann 20 zu 42 €, jeweils mit 5 € Gebühren: Die Gesamtkosten betragen 500 + 840 + 10 = 1.350 € für 30 Aktien. Der durchschnittliche Einstandskurs liegt bei 45 € (44,67 € ohne Gebühren).
Wie viele Aktien nachkaufen, um zu verbilligen
Notiert die Aktie unter Ihrem Einstandskurs, senkt ein Nachkauf ihn. Die zum aktuellen Kurs nachzukaufenden Aktien für einen Ziel-Einstandskurs sind: gehaltene Aktien × (Einstandskurs − Ziel) ÷ (Ziel − aktueller Kurs). Mit 30 Aktien zu durchschnittlich 45 € und einem Kurs von 40 € braucht es für 43 € genau 30 × 2 ÷ 3 = 20 Aktien.
Das Ziel muss zwischen aktuellem Kurs und Einstandskurs liegen. Verbilligen holt einen bereits entstandenen Verlust nicht zurück: Es erhöht den Einsatz in derselben Aktie.
Wofür er dient
Der Einstandskurs zeigt, ob eine Position im Gewinn oder im Verlust ist. Für die Steuer gilt in Deutschland dagegen das FIFO-Prinzip: Die zuerst gekauften Aktien gelten als zuerst verkauft.